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Sozialversicherungen

AHV

Ledige Personen sind die Verlierer in der AHV. Sie zahlen gleich hohe Beiträge wie Verheiratete, obwohl sie mit ihren AHV-Beiträgen keine Witwen- oder Witwerrente auslösen können. Insgesamt besteht immer noch ein Heiratsbonus von ca. 200 Millionen Franken pro Jahr.

BVG

Für gleiche Pensionskassenprämien erwerben kinderlose, unverheiratete und alleinlebende Personen deutlich weniger Leistungsansprüche, weil sie nur ihre eigene Rente auslösen können. Im Todesfall fällt das verbleibende Kapital zum grossen Teil ins System zurück; sie leisten somit Solidaritätsbeiträge von schätzungsweise 500 Millionen Franken pro Jahr.

Volksinitiative der Partei «Die Mitte»

Pro Single Schweiz, April 2025

«Ja zu fairen AHV-Renten auch für Ehepaare - Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!»
Unsere Stellungnahme - Ablehnung der Initiative

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Initiative einer sehr selektiven Optik entspringt. Es wird ein einzelnes Element herausgepickt, das die Initianten als unfair bezeichnen, die übrigen mit der Ehe verknüpften Bevorteilungen werden ausgeblendet: Altersrenten ohne eigene Beitragsleistung, Hinterlassenenrenten, Erziehungsgutschriften, steuerliche Begünstigung (tieferer Tarif, Abzüge), Erbschaftssteuerbefreiung, um nur die augenfälligsten zu nennen. In der Gesamtbetrachtung kann von unfairen AHV-Renten und einer Diskriminierung der Ehe keine Rede sein.

Erziehungsgutschriften passen nicht ins BVG

claudechatelain.com, 9.12.2024, Claude Chatelain

Am 18. September 2024 verlangte die grüne Nationalrätin Manuela Weichelt mit der Motion 24.3917 die Einführung von Erziehungs- und Betreuungsvorschriften in der 2. Säule. Einen Tag später folgte ihr SP-Ständerätin Mathilde Crevoisier Crelier mit der Motion 24.3920. Sie will die Care-Arbeit mit Ergänzungs- und Betreuungsgutschriften analog der AHV aufwerten.

Interpellation 24.4421 von FDP-NR Philippe Nantermod: Wie würde sich die Einführung einer Altersklasse «Seniorinnen und Senioren» im KVG auswirken?

Pro Single Schweiz 10. Januar 2025

Eine höhere Krankenkassenprämie für Senioren und Seniorinnen einzuführen, wäre eine neue Ungerechtigkeit gegenüber jenen Personen, die jahrzehntelang Solidaritätsbeiträge für Familien geleistet haben. Das sind im Besonderen unverheiratete und kinderlose Personen. Sie leisteten und leisten immer noch einen bedeutenden Anteil an die direkten Bundessteuern, bezahlten während ihrer Berufstätigkeit Sozialversicherungsprämien für Leistungen, die sie aufgrund ihres Zivilstands gar nicht beziehen konnten.

18 Wochen Elternurlaub für beide? Nein!

Pro Single Schweiz, 3.12.2024

Es ist unerträglich, wie die Gesellschaft mehr und mehr von Forderungen der Familienpolitiker und -politikerinnen überschüttet wird. Vor allem jene, die keine oder bereits erwachsene Kinder haben, werden so rücksichtlos zu einer Bezahlmaschine degradiert. Man könnte meinen, die Gesellschaft tue gar nichts, was Kindern, Müttern und Väter zugutekäme. Dabei ist das eine ganze Menge.

Die Pensionskassen bereichern sich an den Singles

Sonntagszeitung, 25.8.24, von Bettina Weber

Wer alleine lebt, unverheiratet ist und kinderlos, verliert im Todesfall meist alles Geld aus der beruflichen Vorsorge. Die Kassen nennen das «Solidarität». Dabei ist diese Regelung reaktionär, findet Bettina Weber.

Volksinitiative «Maximal 10 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien»

Vorstand Pro Single Schweiz, 21.5.2024

Auswirkungen für Einpersonenhaushalte
Die Prämien-Entlastungs-Initiative fordert, dass die von den Versicherten zu übernehmenden Prämien höchstens 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens betragen.

Betreutes Wohnen für Bezügerinnen und Bezüger von EL zur AHV

Bulletin 4/23, Dezember 2023

Änderung des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG)

Der Bundesrat will die Autonomie älterer Menschen und das Wohnen im eigenen Zuhause fördern. Rund ein Drittel der Personen, die in einem Alters- und Pflegeheim leben, benötigen weniger als eine Stunde Pflege pro Tag. Der Bundesrat schlägt für Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) zur Altersrente Betreuungsleistungen vor, die im Rahmen der Krankheits- und Behinderungskosten vergütet werden sollen. Der Anteil der Alleinlebenden der über 65-Jährigen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Kinderabhängige AHV-Renten: Völlig daneben!

Bulletin 3/23, September 2023, von Andreas Zeller, lic.oec. HSG

Vor geraumer Zeit haben in der Sonntagspresse verschiedene Ökonomen eine kinderabhängige AHV-Rente ge­fordert. Getreu dem Motto: Je mehr Kinder jemand grosszieht, desto höher soll die Altersrente ausfallen. Begründet wird diese Forderung mit der Tatsache, dass die Geburtenziffer im Vorjahr auf einen historischen Tiefstwert gefallen sei. Diese Entwicklung führe zu einer weiteren Verschärfung der Finanzierungsengpässe innerhalb der AHV. Gegensteuer sei gefragt. So viel zur Ausgangslage.

Die wirtschaftliche Situation der Alleinlebenden in der Schweiz

Bericht des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV, März 2023

Erstellt wurde der Bericht als Folge der Interpellation des FDP-Ständerats Andrea Caroni. Er bat den Bundesrat um Angaben zu relevanten Aussagen über die Situation der Alleinstehenden in der Schweiz. Ein solcher Bericht wäre eine notwendige Grundlage, um namentlich Belastungs- und Leistungsrelationen (insbesondere im Bereich der Steuern und Sozialversicherungen) der verschiedenen Lebensformen in der Schweiz zu kennen und, wo gewünscht, politisch zu berücksichtigen. Die Situation der Alleinstehenden sei noch nie Gegenstand eines bundesrätlichen Berichts gewesen. Der Bundesrat verkündete, das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) erarbeite auf der Basis von verknüpften kantonalen Steuerdaten mehrere Berichte zur wirtschaftlichen Situation von verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft.

Umverteilung in der AHV: Weltweit wohl einmalig

Pro Single Schweiz, Bulletin 3/21, von Andreas Zeller, lic.oec. HSG

Dass in der AHV eine grosse Umverteilung stattfindet, ist allgemein bekannt. Neu ist aber das wahre Ausmass und die ungleiche Behandlung der Zivilstände – Verlierer sind die Alleinstehenden ohne Kinder.

Frauen erhalten gleich viel AHV wie Männer

Tages-Anzeiger, 16.3.2021, von Markus Brotschi

Gegen Rentenalter 65: Die Gewerkschaften sehen die Frauen als Opfer der Rentenreform. Das Problem liegt jedoch bei der zweiten Säule.

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Positionspapier zur Altersvorsorge 2020

16. April 2017

Das Parlament hat am 17. März 2017 äusserst knapp dem Antrag des Ständerats – unter der Führung von CVP und SP – zugestimmt. Am 24. September 2017 kommt die Vorlage vors Volk.

Tiefere Krankenkassen­prämien für reiche Eltern

saldo Nr. 14 – 10. September 2014

Die Gesundheitskommissionen von National- und Ständerat wollen, dass die Krankenkasse für Kinder gratis ist – auf Kosten der einkommensschwachen Bezüger von Prämienverbilligungen.

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KVG Spitalkosten­zusatz für alle

AUF-Mitteilung, 3. Dezember 2010

Nach 14 Jahren Diskriminierung der Alleinstehenden: Spitalkostenzusatz von 15 Franken für alle Erwachsenen