Sozialversicherungen
Volksinitiative der Partei «Die Mitte»
Pro Single Schweiz, April 2025
«Ja zu fairen AHV-Renten auch für Ehepaare - Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!»
Unsere Stellungnahme - Ablehnung der Initiative
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Initiative einer sehr selektiven Optik entspringt. Es wird ein einzelnes Element herausgepickt, das die Initianten als unfair bezeichnen, die übrigen mit der Ehe verknüpften Bevorteilungen werden ausgeblendet: Altersrenten ohne eigene Beitragsleistung, Hinterlassenenrenten, Erziehungsgutschriften, steuerliche Begünstigung (tieferer Tarif, Abzüge), Erbschaftssteuerbefreiung, um nur die augenfälligsten zu nennen. In der Gesamtbetrachtung kann von unfairen AHV-Renten und einer Diskriminierung der Ehe keine Rede sein.
Interpellation 24.4421 von FDP-NR Philippe Nantermod: Wie würde sich die Einführung einer Altersklasse «Seniorinnen und Senioren» im KVG auswirken?
Pro Single Schweiz 10. Januar 2025
Eine höhere Krankenkassenprämie für Senioren und Seniorinnen einzuführen, wäre eine neue Ungerechtigkeit gegenüber jenen Personen, die jahrzehntelang Solidaritätsbeiträge für Familien geleistet haben. Das sind im Besonderen unverheiratete und kinderlose Personen. Sie leisteten und leisten immer noch einen bedeutenden Anteil an die direkten Bundessteuern, bezahlten während ihrer Berufstätigkeit Sozialversicherungsprämien für Leistungen, die sie aufgrund ihres Zivilstands gar nicht beziehen konnten.
Erziehungsgutschriften passen nicht ins BVG
claudechatelain.com, 9.12.2024, Claude Chatelain
Am 18. September 2024 verlangte die grüne Nationalrätin Manuela Weichelt mit der Motion 24.3917 die Einführung von Erziehungs- und Betreuungsvorschriften in der 2. Säule. Einen Tag später folgte ihr SP-Ständerätin Mathilde Crevoisier Crelier mit der Motion 24.3920. Sie will die Care-Arbeit mit Ergänzungs- und Betreuungsgutschriften analog der AHV aufwerten.
18 Wochen Elternurlaub für beide? Nein!
Pro Single Schweiz, 3.12.2024
Es ist unerträglich, wie die Gesellschaft mehr und mehr von Forderungen der Familienpolitiker und -politikerinnen überschüttet wird. Vor allem jene, die keine oder bereits erwachsene Kinder haben, werden so rücksichtlos zu einer Bezahlmaschine degradiert. Man könnte meinen, die Gesellschaft tue gar nichts, was Kindern, Müttern und Väter zugutekäme. Dabei ist das eine ganze Menge.
Die Pensionskassen bereichern sich an den Singles
Sonntagszeitung, 25.8.24, von Bettina Weber
Wer alleine lebt, unverheiratet ist und kinderlos, verliert im Todesfall meist alles Geld aus der beruflichen Vorsorge. Die Kassen nennen das «Solidarität». Dabei ist diese Regelung reaktionär, findet Bettina Weber.
AHV: Die grosse Umverteilung – auch unter den Zivilständen
Bulletin 2/24, Juni 2024
Ledige Personen sind die Verlierer
Der Vorsorgeexperte und alt Nationalrat Andreas Zeller*) gab an der diesjährigen Generalversammlung interessante Einblicke in die Umverteilung im Rahmen der AHV.
Volksinitiative «Maximal 10 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien»
Vorstand Pro Single Schweiz, 21.5.2024
Auswirkungen für Einpersonenhaushalte
Die Prämien-Entlastungs-Initiative fordert, dass die von den Versicherten zu übernehmenden Prämien höchstens 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens betragen.
Betreutes Wohnen für Bezügerinnen und Bezüger von EL zur AHV
Bulletin 4/23, Dezember 2023
Änderung des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG)
Der Bundesrat will die Autonomie älterer Menschen und das Wohnen im eigenen Zuhause fördern. Rund ein Drittel der Personen, die in einem Alters- und Pflegeheim leben, benötigen weniger als eine Stunde Pflege pro Tag. Der Bundesrat schlägt für Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) zur Altersrente Betreuungsleistungen vor, die im Rahmen der Krankheits- und Behinderungskosten vergütet werden sollen. Der Anteil der Alleinlebenden der über 65-Jährigen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Kinderabhängige AHV-Renten: Völlig daneben!
Bulletin 3/23, September 2023, von Andreas Zeller, lic.oec. HSG
Vor geraumer Zeit haben in der Sonntagspresse verschiedene Ökonomen eine kinderabhängige AHV-Rente gefordert. Getreu dem Motto: Je mehr Kinder jemand grosszieht, desto höher soll die Altersrente ausfallen. Begründet wird diese Forderung mit der Tatsache, dass die Geburtenziffer im Vorjahr auf einen historischen Tiefstwert gefallen sei. Diese Entwicklung führe zu einer weiteren Verschärfung der Finanzierungsengpässe innerhalb der AHV. Gegensteuer sei gefragt. So viel zur Ausgangslage.
Kinder zu haben, sichert Renten nicht
NZZ vom 14.8.23, Gastkommentar von Sylvia Locher
Kinderlose sollen weniger Rente erhalten, um die AHV-Finanzen in den Griff zu bekommen. So lautet der Vorschlag des Ökonomen Wolfram Kägi, der die Behauptung in die Welt setzt, Kinderlose würden praktisch nichts zur AHV beitragen (NZZ 16. 7. 23). Die AHV leide unter einem Konstruktionsfehler, so Kägi, weil sie die Tatsache ignoriere, dass es ohne Kinder keine AHV mehr gebe.
Die wirtschaftliche Situation der Alleinlebenden in der Schweiz
Bericht des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV, März 2023
Erstellt wurde der Bericht als Folge der Interpellation des FDP-Ständerats Andrea Caroni. Er bat den Bundesrat um Angaben zu relevanten Aussagen über die Situation der Alleinstehenden in der Schweiz. Ein solcher Bericht wäre eine notwendige Grundlage, um namentlich Belastungs- und Leistungsrelationen (insbesondere im Bereich der Steuern und Sozialversicherungen) der verschiedenen Lebensformen in der Schweiz zu kennen und, wo gewünscht, politisch zu berücksichtigen. Die Situation der Alleinstehenden sei noch nie Gegenstand eines bundesrätlichen Berichts gewesen. Der Bundesrat verkündete, das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) erarbeite auf der Basis von verknüpften kantonalen Steuerdaten mehrere Berichte zur wirtschaftlichen Situation von verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft.
Umverteilung in der AHV: Weltweit wohl einmalig
Pro Single Schweiz, Bulletin 3/21, von Andreas Zeller, lic.oec. HSG
Dass in der AHV eine grosse Umverteilung stattfindet, ist allgemein bekannt. Neu ist aber das wahre Ausmass und die ungleiche Behandlung der Zivilstände – Verlierer sind die Alleinstehenden ohne Kinder.
Frauen erhalten gleich viel AHV wie Männer
Tages-Anzeiger, 16.3.2021, von Markus Brotschi
Gegen Rentenalter 65: Die Gewerkschaften sehen die Frauen als Opfer der Rentenreform. Das Problem liegt jedoch bei der zweiten Säule.
Einmal mehr gehts ans Portemonnaie der Alleinstehenden
Saldo 14/2020, von Max Fischer
Singles zahlen mehr Steuern und haben schlechtere Sozialleistungen als Verheiratete und Familien mit Kindern. Sylvia Locher vom Verein Pro Single fürchtet, dass die Alleinstehenden nach der Abstimmung vom 27. September noch mehr zur Kasse gebeten werden.
Kein Leistungsausbau
Schweizerischen Gewerbezeitung vom 6. September 2019, von Sylvia Locher
BVG-REVISION – Die Interessengemeinschaft der Alleinstehenden Pro Single Schweiz kritisiert den vom Arbeitgeberverband unterstüzten Gewerkschaftsvorschlag zur Revision der 2. Säule. Insbesondere eine systemfremde Umverteilung kommt gar nicht gut an.
Positionspapier zur Altersvorsorge 2020
16. April 2017
Das Parlament hat am 17. März 2017 äusserst knapp dem Antrag des Ständerats – unter der Führung von CVP und SP – zugestimmt. Am 24. September 2017 kommt die Vorlage vors Volk.
Weg mit der Witwenrente
NZZ vom 6.12.16, Gastkommentar von Sylvia Locher
Das heutige System der Hinterbliebenenrenten hinkt der Realität hinterher. 70 Jahre nach Einführung der AHV haben sich die beruflichen, gesellschaftlichen und finanziellen Bedingungen der Frauen stark verändert. Indessen ist das Prinzip der Hinterlassenenrenten praktisch gleich geblieben. Zum Teil wurde es sogar verbessert. Heutzutage müssen wir uns jedoch ernsthaft die Frage stellen, ob eine Verknüpfung von Ehemann und Rente der Gleichstellung von Frau und Mann nicht zuwiderläuft.
Pensionskassen: Gutes Geschäft mit den Verstorbenen
Leserbrief von Sylvia Locher, Saldo 05/2016, 16. März 2016
Dieser Artikel zeigt sehr klar auf, dass Ledige oder Unverheiratete ohne Hinterbliebene bis in den Tod geschröpft werden. Zeitlebens bezahlen sie höhere Steuern als Verheiratete. Alleinstehende können aber keine Haushaltskosten teilen und schon gar nicht von irgend welchen Begünstigungen oder Abzügen profitieren. Bei ihrem Tod wird die Hinterlassenschaft massiv mit Erbschaftssteuern belastet und zu guter Letzt stecken sich die Pensionskassen noch erhebliche Summen in die eigenen Taschen. Die Ledigen sind offenbar die vom Staat ernannten Gottis und Göttis der Nation.
Wer die Zeche für das neue Rentensystem bezahlen soll
Tages-Anzeiger, 18.8.2015
Kommentar von Sylvia Locher, Pro Single Schweiz:
Die Reformvorschläge der ständerätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK sind sehr fragwürdig. Wieso sie unbedingt an den bisherigen Witwenrenten festhalten will, leuchtet überhaupt nicht ein.
AHV: Verheiratete profitieren
Leserbrief von Sylvia Locher, Saldo Nr. 9, 13.5.15
Bei der AHV subventionieren Konkubinatspaare die Verheirateten mit jährlich 800 Millionen Franken. Ebenfalls zum Wohl der Verheirateten tragen Alleinstehende bei. Sie zahlen in die AHV ein, ohne je von einer Hinterlassenenrente profitieren zu können. Hier geht es ihnen gleich wie den Konkubinatspaaren.
Wer sich als Frau einfach versorgen lässt, ist reaktionär
TA vom 16.2.2015 von Bettina Weber
Die Singles sind die Verlierer
Leserbrief von Sylvia Locher, Präsidentin Pro Single Schweiz - TA vom 18.2.2015
Tiefere Krankenkassenprämien für reiche Eltern
saldo Nr. 14 – 10. September 2014
Die Gesundheitskommissionen von National- und Ständerat wollen, dass die Krankenkasse für Kinder gratis ist – auf Kosten der einkommensschwachen Bezüger von Prämienverbilligungen.
Kein Grund für Kinderrenten (für Väter im AHV-Alter)
Sonntagszeitung 7. Juli 2013
Soviele Väter im AHV-Alter wie noch nie
Leserbrief von Sylvia Locher, Präsidentin AUF, 7.7.2013
Heiratsstrafe: Die CVP lockt Ehepaare mit höherer AHV-Rente
TA vom 18.4.2011
Die CVP möchte den Fünfer und das Weggli
Leserbrief vom 23.4.2011 von Sylvia Locher, AUF
KVG Spitalkostenzusatz für alle
AUF-Mitteilung, 3. Dezember 2010
Nach 14 Jahren Diskriminierung der Alleinstehenden: Spitalkostenzusatz von 15 Franken für alle Erwachsenen