Singles & Gesellschaft
Singles fühlen sich von der Politik übergangen: «Wir wollen finanziell gleich behandelt werden wie die anderen»
NZZ, 27.7.2026, von Katharina Fontana
In der Schweiz leben rund 1,4 Millionen Personen allein. Eine starke politische Lobby haben sie nicht, dafür eine ganze Reihe von rechtlichen Benachteiligungen, wie Sylvia Locher vom Verein Pro Single Schweiz darlegt.
Singles sind am Arbeitsplatz benachteiligt
Handelszeitung Nr. 14, 16.7.2026, von Constantin Gillies
Wie die Handelszeitung am 16. Juli 2026 berichtet, wird neu über die Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz aus Sicht der Singles geforscht. Während die letzten Jahre oder gar Jahrzehnte nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus der Firmenpolitik stand, sollen jetzt neue Erkenntnisse die Runde machen. Gemäss Handelszeitung sieht US-Verhaltensökonom Peter McGraw, Professor der University of Colorado Boulder, beim Label «familienfreundlich» ein Problem: «Es besteht die Gefahr, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung ausgeschlossen wird – die Singles». Eine aktuelle britische Studie habe ergeben, dass die Work-Life-Balance bei kinderlosen Singles besonders schlecht sei.
Singles finanzieren Rabatte in Wohnbaugenossenschaft
Pro Single Schweiz, 13.7.2026
In der Wohnbaugenossenschaft Libellenhof in Luzern soll ein schweizweit einzigartiges Mietmodell getestet werden. Wer eine grosse Wohnung teilt, zahlt dafür weniger als jemand, der sie allein bewohnt. Einmal mehr werden Singles geschröpft.
Evidenzbasierte Familienpolitik in der Schweiz: Was wirkt wie?
Referat von Melanie Häner-Müller, Dr. oec. / IWP - Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik an der Universität Luzern, 25.4.26
Anlässlich unserer Generalversammlung vom 25. April 2026 stellte Dr. Melanie Häner-Müller vom IWP Resultate aus ihrer neuen Studie «Evidenzbasierte Familienpolitik in der Schweiz: Was wirkt wie?» vor, die sie zusammen mit Nina Kalbermatter und Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger auf der Grundlage aktueller Daten und wissenschaftlicher Literatur erarbeitet hat. Daniel Billeter, Vorstand Pro Single Schweiz, fasst das Referat zusammen:
«Stellung der Alleinstehenden in der Politik»
Bulletin 4/25, Dezember 2025
Polit-Podium vom 13. November 2025, Zürich
Einstiegsreferat von Katharina Fontana
Liebes Publikum
Als ich mich auf diesen Abend vorbereitet habe, habe ich mir überlegt, wie oft ich in den letzten 20 Jahren über die Alleinstehenden geschrieben habe. Mir ist lediglich ein einziger Text in den Sinn gekommen, das war vor vielen Jahren, als ich Sylvia Locher, die Präsidentin von Pro Single Schweiz, für ein Porträt getroffen habe.
Single Shaming an Weihnachten
20 Minuten, 1. Dezember 2025
Darum gehts
- Singles werden an Weihnachten oft zu ihrem Beziehungsstatus befragt.
- Dies bezeichnet man als «Single Shaming».
- Viele empfinden solche Fragen als störend oder übergriffig.
- Pro Single Schweiz sieht Alleinstehende in der Gesellschaft benachteiligt.
Unauffällige Single
NZZ-Newsletter 14. November 2025, von Katharina Fontana
Die Liste der gesellschaftlichen Problemgruppen, die vom Staat scheinbar umsorgt werden müssen, wird immer länger.
Kleinkinder wollen gefördert, Eltern subventioniert und in den bezahlten mehrmonatigen Urlaub geschickt werden. Für Ehepaare sollen die Steuern gesenkt und soll die AHV erhöht werden, und für Witwen wird eine staatliche Rente als unabdingbar angesehen, auch wenn sie keine Familienpflichten haben.
Es gibt praktisch nur eine Gruppe, die in der Politik nie zu reden gibt: die Alleinstehenden, also Personen, die ihr Leben allein verbringen. Ständige Singles.
Der Zivilstand als Machtinstrument – sozialphilosophische Betrachtungen zum Zivilstand und zur Gesellschaftsorganisation
Bulletin 2/25 Juni 2025, Referentin: Claudia Wirz *), anlässlich der Jubiläumsveranstaltung von Pro Single Schweiz, Zusammenfassung: Daniel Billeter
Claudia Wirz, Journalistin und Publizistin, beleuchtete in ihrem Referat anlässlich der Jubiläums-Generalversammlung von Pro Single Schweiz ausgewählte Aspekte der Familien- und Zivilstandspolitik. Wesen, Absicht und Wirkung wurden in einem grösseren Zusammenhang betrachtet. Zwar erscheint der Zivilstand im Titel, inhaltlich geht es dabei aber unausweichlich um Familienpolitik. Nachfolgend eine gekürzte Fassung des Referats – der vollständige Text kann bei Claudia Wirz bezogen werden: mail@claudiawirz.ch.
Schweizer Politik ist auf Paare fixiert – Alleinstehende kommen zu kurz
Bulletin 4/24, Dezember 2024
Aktuell herrscht eine Umbruchstimmung. So viel bewegte sich in Sachen Sozialversicherungen und Steuern gleichzeitig schon lange nicht mehr. Wir stehen an einem Scheideweg. Es könnte eine neue Epoche eingeläutet werden, die dem Individuum gerechter würde. Wenn nur der Gleichstellungskampf zwischen den verschiedenen Paarkonstellationen nicht wäre.
Eine Person im Doppelzimmer ist teurer als zwei – Singles schimpfen
Nau.ch, 25. Mai 2024, von Karin Aebischer
Wer alleine reist, ist gegenüber Paaren in einigen Belangen benachteiligt. So bei Hotelpreisen, sagt Pro Single Schweiz. Die Präsidentin erklärt, wo es hapert.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer alleine in die Ferien fährt, reibt sich oft die Augen ob der Hotelpreise.
- Denn der Preisunterschied zu Paaren ist oft nur minim.
- Pro Single Schweiz fordert mehr Entgegenkommen. Hotelleriesuisse verteidigt die Praxis.
Die Gesellschaft erwartet, dass man zu zweit auftaucht
Basler Zeitung, 9. Oktober 2023, Katrin Hauser
Unser Mitglied Audrey Fischer sagt im Interview mit der Basler Zeitung, wieso sie mit ihrem Single-Leben ohne Mann und Kinder sehr zufrieden ist. In einem separaten Artikel sagt die Präsidentin Sylvia Locher, wo die Alleinlebenden benachteiligt werden.
Anteil Einzelhaushalte nimmt zu
SRF Tagesschau, 5.10.2023
In der Schweiz leben dreimal mehr Personen allein in einem Haushalt im Vergleich zu 1970. Das zeigen Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Der Trend hat auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.
Die wirtschaftliche Situation der Alleinlebenden in der Schweiz
Bulletin 2/23, Juni 2023
Bericht des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV, 2023
Im September 2021 reichte der FDP-Ständerat Andrea Caroni eine Interpellation (IP 21.4111) zum Thema «Situation von Alleinstehenden in der Schweiz» ein. Er bat den Bundesrat um Angaben zu relevanten Aussagen über die Situation der Alleinstehenden in der Schweiz. Ein solcher Bericht wäre eine notwendige Grundlage, um namentlich Belastungs- und Leistungsrelationen (insbesondere im Bereich der Steuern und Sozialversicherungen) der verschiedenen Lebensformen in der Schweiz zu kennen und, wo gewünscht, politisch zu berücksichtigen. Die Situation der Alleinstehenden sei noch nie Gegenstand eines bundesrätlichen Berichts gewesen.
Familienergänzende Kinderbetreuung – Grosszügige Subventionen im Giesskannensystem
Bulletin 1/23, März 2023
Der Nationalrat will gegen den Willen des Bundesrates 710 Millionen Franken jährlich (Tendenz steigend) an Eltern verteilen, um ihre Kita-Kosten zu senken. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert. Müssen jetzt Kinderlose generell und Alleinstehende im Speziellen noch mehr quersubventionieren?
So kontern Singles fiese Sprüche
Radio Zürisee, 1.2.2022
Die vergessenen Singles
Sonntagszeitung, 29.8.2021, von Bettina Weber
Alleinstehende werden rechtlich benachteiligt. Die Politik foutiert sich darum. Obwohl es mittlerweile 1,3 Millionen Einzelpersonenhaushalte gibt, schreibt Bettina Weber.
Einsam und traurig
Tagesschau vom 29.1.2021, von Simone Herrmann
Der Shutdown trifft über eine Million Singles in der Schweiz besonders hart.
Singles und der Profit für Schweizer Unternehmen
SRF News Plus +, 11.11.2020
Sendung zum «Singles Day» (16:18)
Die benachteiligten Singles im Jahr 2020
Radio SRF, Trend, 6.6.2020
Moderation & Redaktion: Lorenzo Bonati
In mehr als einem Drittel der Schweizer Haushalte lebt nur eine Person. Viele davon sind Singles. Doch politisch haben Ledige und Alleinstehende ohne Kinder kaum Gewicht.
Entsprechend haben sie in vielen Bereichen das Nachsehen, etwa bei den Steuern, der Altersvorsorge oder bei einer Erbschaft.
Im Schwerpunkt geht «Trend» dieser Benachteiligung der Singles auf den Grund.
Hier können Sie die Sendung nachhören
(ab 9:28 Min. beginnt das Thema Singles)
Mit den Singles kann mans ja machen
Sonntagszeitung, 19.1.2020 von Bettina Weber
Niemand in der Schweiz muss finanziell so bluten wie die Alleinstehenden.
Möglichst viel zahlen und möglichst wenig profitieren: Unverheiratete Kinderlose sind offenbar Menschen zweiter Klasse.
Gopfried Stutz: Zum Heiligen Abend ein Dank an die Singles
Blick, 23.12.2018, von Claude Chatelain
Ehepaare und Familien werden überall bevorteilt: bei den Steuern, der Erbschaftssteuer, bei den Sozialversicherungen.
Ewig Single – bis das Herz zum Herzen findet
Sonntagszeitung vom 11.11.2018, von Lucie Machac
Heute ist Singles’ Day. Ist dieser Beziehungsstatus überhaupt ein Grund zum Feiern? Schliesslich wünschen sich viele Alleinstehende einen Partner.
«Mein Single-Status ist keine Krankheit»
20 Minuten, 14. Juni 2017, von J. Furer
Single-Shaming gibt vielen Alleinstehenden das Gefühl, unvollständig zu sein. Vor allem junge Frauen setzen sich deshalb unter Druck, einen Partner zu finden.
Single: Bestrafung eines Lebensstils
Obersee Nachrichten, 18. Mai 2017, von Michel Wassner
Wie man es auch betrachtet, Singles aus Überzeugung haben es in der Gesellschaft oft nicht leicht. Eine Vielzahl an Benachteiligungen inklusive.
So verbringen Single-Frauen ihre Ferien
Hotelplan Suisse vom 23. März 2017
Studien zeigen: Jeder dritte Schweizer ist Single. Die Anzahl an Singles steigt jährlich und damit auch die Ferienbuchungen für Alleinreisende. Single-Frauen buchen ihre Reisen eher Online als ihre männlichen Pendants. Dabei verbringen Ladies vor allem im Alter zwischen 46 und 55 Jahren ihre Ferien alleine. Dies zeigt der Ferien-Barometer, den der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse zum Buchungsverhalten von Schweizer Single-Frauen erstellt hat.
Kinderlos und glücklich
Aargauer Zeitung, 9.2.17, von Peter V. Kunz
Peter V. Kunz über die wohl am meisten überschätzte Gruppe der Gesellschaft – die Eltern.
Ihren Lifestyle mag man nicht, ihr Geld hingegen sehr
Sonntagszeitung, 12.2.2017 von Bettina Weber
Singles gelten als einsam und bemitleidenswert. Dabei beherrschen sie etwas, das alle lernen sollten: Das Alleinsein.
Bulletin der Frauenzentrale Zürich zum Thema Single
Frauenzentrale Zürich, Bulletin 2/16
Während 1970 erst 22 Prozent der Haushalte von nur einer Person bewohnt wurden, sind es mittlerweile über 40 Prozent. Unbeeindruckt von der Realität und einer Scheidungsquote von über 40 Prozent steht immer noch das Ehemodell im Vordergrund – nicht nur in der Politik, sondern auch in der Werbung.
Was Singles darüber denken, ob sie sich benachteiligt fühlen oder ihr Single-Leben geniessen, können Sie im Mitglieder-Magazin nachlesen.
Single sì, ma per libera scelta
Ticino 7, 9.9.2016 von Amanda Pfändler
Per una giovane donna vivere sola viene considerato da gran parte della società una sorta di «errore di percorso», una condizione transitoria, qualcosa di anormale. Eppure sono sempre di più le ragazze «in età da marito» che fanno la scelta di dedicarsi alla carriera, agli amici e soprattutto a se stesse. Posticipando - o talvolta eliminando completamente - il «progetto famiglia».
Die Schweiz ist ein Single-Land
Blick am Abend vom 6.7.16
Studie
Eine Befragung zeigt: Geld und Status spielen bei der Partnerwahl keine grosse Rolle. Wichtiger sind Aufrichtigkeit und Humor.
Neue Single Studie
Abig-Show Aktuell, Radio 24 vom 5.7.16
Hier können Sie die Sendung nachhören:
Teil 1:
Teil 2:
Single – allein zu Haus
NZZ, 8. August 2015, von Valerie Zaslawski
Siegeszug der Einpersonenhaushalte
Noch nie haben in der Schweiz so viele Menschen allein gewohnt wie heute. Auch die Emanzipation der Frauen hat diese Entwicklung beschleunigt.
Single – aber nicht allein
AUF Bulletin 4/14, Prof. Dr. phil François Höpflinger, em. Titularprofessor für Soziologie
Die Haushaltform ist nicht entscheidend
Zahl und Anteil der Einpersonenhaushalte haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Umfassten 1960 erst 14% aller Privathaushaltungen nur eine Person, waren es 2010 35% und bis 2030 dürfte ihr Anteil auf gut 41% ansteigen.
Wer allein lebt, den bestraft das Leben
Aargauer Zeitung/Die Nordwestschweiz vom 15. Februar 2014, von Dagmar Heuberger
Analyse zu François Hollandes USA-Besuch – und der Benachteiligung von Singles
Eine gute und vollwertige Lebensform
Schweiz am Sonntag, 12. Mai 2013, von Ursina Straub
Obschon Einpersonenhaushalte zunehmen, ist die öffentliche Wahrnehmung auf Familien fokussiert.
Singles stehen alleine da
TA, 13.4.2013, von Bettina Weber
Sie sind mit allerhand Vorurteilen konfrontiert, aber ihr Geld nimmt man gerne: Alleinstehende zahlen deutlich mehr für die Allgemeinheit – im Gegensatz zur Familie fehlt ihnen die Lobby.
Niemand ist zuständig
NZZ, 19.11.2011, von Michael Lütscher
Der Todesfall eines Alleinstehenden zieht aufwendige Abklärungen nach sich
Was passiert, wenn ein Mensch, der keinerlei Angehörige hat, stirbt? Wer kümmert sich um die Beerdigung? Wer sucht nach möglichen Erben und löst den Haushalt auf? Antworten anhand des Todes des Filmemachers Michael Selber.