Singles sind am Arbeitsplatz benachteiligt
Handelszeitung Nr. 14, 16.7.2026, von Constantin Gillies
Wie die Handelszeitung am 16. Juli 2026 berichtet, wird neu über die Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz aus Sicht der Singles geforscht. Während die letzten Jahre oder gar Jahrzehnte nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus der Firmenpolitik stand, sollen jetzt neue Erkenntnisse die Runde machen. Gemäss Handelszeitung sieht US-Verhaltensökonom Peter McGraw, Professor der University of Colorado Boulder, beim Label «familienfreundlich» ein Problem: «Es besteht die Gefahr, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung ausgeschlossen wird – die Singles». Eine aktuelle britische Studie habe ergeben, dass die Work-Life-Balance bei kinderlosen Singles besonders schlecht sei.
Freizeit der Singles zweitrangig
Besonders kritisch sehe McGraw, dass die Freizeit der Singles anders bewertet werde als die von Eltern. Wenn eine Mutter den Arbeitsplatz früher verlasse, weil sie sich um ihr Kind kümmern müsse, sei das akzeptiert. Kinderlose hätten einen anderen Lebensinhalt, vielleicht seien sie sportmässig unterwegs oder hätten ein zeitintensives Hobby. Hierfür den Arbeitsplatz früher zu verlassen, würde nicht goutiert. Oder wenn Müttern mehr Mutterschaftsurlaub vergütet werde, dann erhielten die Kinderlosen keinen äquivalenten Ausgleich.
Pro Single Schweiz kritisiert schlechtes BVG
Pro Single Schweiz wird ihm Artikel der Handelszeitung ebenfalls zitiert. Sylvia Locher sieht die grösste Benachteiligung der Alleinstehenden am Arbeitsplatz bei der Pensionskasse. Wenn sie nicht verheiratet sind und keine schulpflichtigen Kinder haben, bleibt bei ihrem Ableben viel Vorsorgekapital in der Versicherung.
Tipps für singlefreundliches Betriebsklima
Mc Graw liefert einige Ideen, wie sich ein Betrieb singlefreundlich ausrichten kann. Diese und andere Stimmen von Experten aus der Arbeitswelt sind im Beitrag von CONSTANTIN GILLIES in der Handelszeitung Nr. 14 aufgeführt:
PDF zum Artikel der Handelszeitung